
Die goldenen Regeln
Unternehmer checken Standort Mainburg
Zum Unternehmerfrühstück der Business Akademie in Kooperation mit dm Gewerbeverband hat sich im Restaurant Mainburg Mitte ein kleiner Kreis von Besuchern, darunter dritter Bürgermeister Edgar Fellner, getroffen.
Johannes Beck, Vorsitzender des Gewerbeverbands Mainburg, ging bei seiner Begrüßung insbesondere auf die Bedeutung und Notwendigkeit von Neuansiedelung von Firmen und Betrieben in Mainburg ein. Dazu müssen natürlich die Rahmenbedingungen, sprich Standortfaktoren, stimmen, um eine Firma nach Mainburg zu locken. Unternehmen tragen nicht nur wirtschaftliche Verantwortung für ihren Betrieb oder soziale Verantwortung für die Beschäftigten. Viele beteiligen sich aktiv an der Gestaltung ihrer Heimatstadt.
Doch was können die Selbständigen und Betriebsinhaber tun, was kann die Stadt einschließlich Stadtrat tun, um den Ort für andere attraktiv zu machen und auch neue Ansiedelungen zu gewinnen?
Das Unternehmerfrühstück gab Aufschluss über Standortfaktorenim Landkreis Kelheim undspeziell auch hier in Mainburg.
Die harten Standort-Faktoren
Dr. Alfred Brunnbauer, Mitglied der IHK Geschäftsleitung Regensburg, präsentierte in seinem Vortrag wichtige und aufschlussreiche Daten. Neben statistischen Zahlen wie etwa Anzahl der Unternehmenund Zahl der BeschäftigtenzeigteDr. Brunnbauer die Standortvorteile und Standortnachteile auf.
Verbesserungen für die Hopfenmetropole
Dabei gibt es für Mainburg eine Reihe von Standortvorteilen, die teilweise noch effektiv genutzt und bewusst gemacht werden sollten. Deutlich verbessert hat sich die Verfügbarkeit unternehmensnaher Dienstleistungen, Standortimage, eGovernment und Unternehmerfreundlichkeit der Kommunalverwaltung. Fragen wurden gestellt: „Was sind bei den Faktoren kommunaler Wirtschaftsförderung, Fördermöglichkeiten im EU Kontext und bei der Unternehmensförderung Gründe für die wenig ausgeprägte Zufriedenheit im Landkreis Kelheim. Was würde in Ihren Augen eineoptimale kommunale Wirtschaftsförderung und Unternehmensförderung ausmachen?“
Die sieben „goldenen Regeln“
Sieben Haupt-Faktoren der Standortbewertung sind besonders zu beachten: Kosten, Verkehr, Arbeitsmarkt, Attraktivität, Image, Standortklima und EUErweiterung. Als wichtigste Standortvorteile im Landkreis Kelheim wurde gesehen: Anbindung an Straßen-/Fernverkehr, Entsorgungssituation, Erreichbarkeit des Unternehmens, Sauberkeit, Schulangebot, Kindergärten, Sicherheitssituation, Umwelt- und Lebensqualität, Verfügbarkeit unternehmensnaher, Dienstleistungen.
Fragen über Fragen als Anregung für die Stadt
In der Diskussion ging Dr. Brunnbauer sachkundig und mit Erfahrung an die Fragestellungen heran: Welche Maßnahmen schlagen Sie vor, um den Abbau der Verwaltungsauflagen voranzutreiben? Maßnahmen zur Entwicklung des Qualifikationsniveau, um besser zu den Anforderungen der Unternehmen zu passen? Wasser- / Abwassergebühren im Landkreis Kelheim/Mainburg (Handlungsbedarf?) Welche Maßnahmen schlagen Sie im Zusammenhang mit den hohen Strom- und Gaspreisen vor? Welche Standortvorteile der Region sollen verstärkt und ausgebaut werden? Welche Verkehrswege? Grundstücksflächen? Sonstiges?
Maßnahmen zur Stadtentwicklung
Dritter Bürgermeister Edgar Fellner nahm die Anregungen gerne auf und bestätigte bereits erfolgreicheMaßnahmen zur Stadtentwicklung in der Regionalpolitik, die in der neuen Legislaturperiode eingeleitet wurden. Von Bedeutung sind vor allem auch die Wirtschaftsinformationen über die Homepage der Stadt, Stadtmarketing und Netzwerke. Dr. Brunnbauer ermunterte die Anwesenden, aktiv zu werden und entsprechende Netzwerke zu initiieren. Marianne Dasch, Geschäftsführerin der Business Akademie Hallertau, verwies dabei auch auf die Bedeutung der lebenslangen Qualifikation im beruflichen Kontext. Sie gab Hinweise über mögliche Förderprogramme aus dem ESF und der Arbeitsagentur.
Berufliche Weiterbildung ist wichtig
Speziell mit dem Programm WeGebAU fördert die Bundesagentur für Arbeit die berufliche Weiterbildung von Arbeitnehmern noch über 2010 hinaus. Sie stellt bei Förderfähigkeit einen Bildungsgutschein aus. Mit diesem ist die Schulung kostenlos für den Betrieb und den Mitarbeiter.Jenach persönlichen Verhältnissen könnenweitereKosten (zum Beispiel Fahrtkosten, Übernachtungen, Arbeitsentgelt) von der Agentur übernommen werden. Förderfähig sind: Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung,wenn die letzte öffentlich geförderte Beildungmaßnahme mindestens vier Jahre zurückliegt. Arbeitnehmer, die als Quereinsteiger in den vergangenen vier Jahren nicht im erlernten Beruf gearbeitet haben. Mitarbeiter ohne Berufsabschluss. ÄltereArbeitnehmer ab 45 Jahren, wenn der Betrieb unter 250 Mitarbeiter zählt.
Information dazu gibt die zuständige Arbeitsagentur, für individuelle Beratung steht die Business Akademie Hallertau, unter der EMailadresse Matthias.Bendl@ba-hallertau.de oder unter der Telefonnummer 08751/ 8778-21 den Unternehmern und Arbeitnehmern gerne zur Verfügung.
